Figaros Hochzeit: Das Team

Das Produktionsteam von "Figaros Hochzeit" hat die Inszenierung seit Herbst 2013 gemeinsam entwickelt. Mehrere Treffen in Moskau und Berlin schufen die Grundlage für ein gemeinsames Konzept.

Das Regieteam von "Figaro" bei der Premiere, 7.10.2014

Regie: Aleksey Veiro

Aleksey Veiro ist Theaterregisseur und stellvertretender Direktor für künstlerische Angelegenheiten an der Neuen Oper Moskau.  Er absolvierte die russische Theaterakademie „Rati-Gitis“ mit zwei Abschlüssen: Operngesang (bei G.P. Ansimow) und Theaterregie (bei A.A. Vasiliej).  Er arbeitete zunächst an verschiedenen Musiktheatern und gründete dann ein eigenes Theaterstudio.

Seit 2004 ist er an der Neuen Oper Moskau tätig, zunächst als Regieassistent, wo er an zahlreichen Inszenierungen mitwirkte - unter anderem Eugen Onegin, Boris Godunow, Zarenbraut, Nabukko, Lohengrin. Im Sommer 2005 arbeitete er an der Moskauer Produktion von Bellinis „Norma“ in dem Regieteam von Jossi Wieler, Sergio Morabito und Anna Viebrock mit.

2012 wurde er zum Hausregisseur der Neuen Oper Moskau ernannt.  Seitdem verwirklichte Aleksey Veiro mehrere Kammerprojekte. Die „Hochzeit des Figaro“ ist seine erste eigene Produktion auf der großen Bühne der Neuen Oper.

Alexey Veyro arbeitet seit 2006 mit VladOpera e.V. zusammen und war Mitinitiator der Projekte „Zauberflöte in Wladiwostok“, „Figaro im Fernen Osten“ und „Don Giovanni am Stillen Ozean“. Mit den Lichtdesignern Hans Fründt und Hannes Sesemann verwirklicht seit fünf Jahren gemeinsame Produktionen.

Bühnenbild: Ulrike Jochum

Die Bühnenbildnerin, Musikerin und Architektin Ulrike Jochum beendete zunächst eine praktische Schreinerlehre, bevor sie ein Jahr ein theoretisches Kunst studierte. Anschließend absolvierte sie ihr Architekturstudium an der Fachhochschule Trier. Parallel dazu besuchte sie das Musik-Konservatorium in Luxemburg.

In den 90-er Jahren war Ulrike Jochum als Ausstattungsassistentin und Bühnentechnikerin am Theater tätig. 1993 war sie Mitbegründerin des  ”Schall und Rauch Theaters Trier”.  Seit 1994 gestaltet Ulrike Jochum eigene Bühnenbilder.  2002 wurde sie zur Ausstattungsleiterin der Freien Kammerspiele Magdeburg ernannt, 2004 übernahm sie diese Funktion auch am Theater Magdeburg. 2006 wechselte sie als Ausstattungsleiterin ans Theater Ingoldstadt. Ulrike Jochum war verantwortlich für zahlreiche Opern- und Theaterproduktionen, darunter „Nachtasyl“ (Gorki), „Die Lustigen Weiber von Windsor“ (Shakespeare), „Die Zauberflöte“ und „Cosi fan tutte“ (Mozart), „Aida“ (Verdi), „Elektra“ (Strauss), „Eugen Onegin“ (Tschaikovsky) und viele andere.

2007 wurde sie erstmals für einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Coburg verpflichtet. Seit 2008 arbeitet Ulrike Jochum als freie Bühnenbildnerin und Architektin.

Neben ihrer bühnenbildnerischen Tätigkeit widmet Ulrike Jochum als Komponistin einer speziellen Musikrichtung, die als „Architekturmusik“ bezeichnet wird: Gebäude werden in Abhängigkeit ihrer Proportionen in Tönen abgebildet, so dass der räumliche Körper als musikalisches Hören wahrgenommen werden kann. 1999 führte Ulrike Jochum ihre erste Architekturkomposition auf, es folgten weitere Werke.

Seit 2014 betreut Ulrike Jochum als Architektin die historische Renovierung des Staatstheater am Gärtnerplatz  in München.

Ulrike Jochum arbeitet seit 2010 mit VladOpera e.V. zusammen. Das Bühnenbild für die Inszenierung „Hochzeit des Figaro“ mit der Premiere am 7. Oktober 2014 ist ihr Debut an der Neuen Oper Moskau.

Kostüme: Jan Meier

Jan Meier wurde 1969 in Lübeck (Deutschland) geboren. Nach einer Lehre zum Kürschner und einem Designstudium entdeckte er 1998 seine Leidenschaft für das Theater. Erste Stationen führten ihn an das Theater Lübeck, Theater Freiburg, Theater Basel und die Oper Köln.

Seit 2001 ist er als freischaffender Kostümbildner tätig. 2003 folgten auch erste Arbeiten als Bühnenbildner. Jan Meier arbeitet für Schauspiel, Oper, Kinder- und Jugendtheater sowie für Tanz -  unter anderem am Landestheater Linz, Theater Freiburg, Theater der Jugend Wien, Theater St. Gallen, an der Oper Dortmund, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Theater Klagenfurt.

Seit 2008 ist Jan Meier Leiter der Kostüm- und Maskenabteilung des Festivals  „RuhrTriennale“, eines der größten europäischen Kulturfestivals.

Für die Inszenierung „Ein Sommernachtstraum“ bei den Salzburger Festspielen 2013 entwickelte Jan Meier das Bühnenbild und die Kostüme. Im selben Jahr wurde er erstmals an das Staatshteater am Gärtnerplatz in München eingeladen. Im Dezember 2014 wird an der Volksoper Wien das Stück „Der Zauberer von Oz“ Premiere haben, für das Jan Meier das Bühnenbild und die Kostüme entwirft.

Die Zusammenarbeit mit Regisseur Alexey Veyro begann 2010 bei einer gemeinsamen Produktion in Wladiwostok im Rahmen eines Projekts von „VladOpera e.V.“.  Die Premiere von „Figaros Hochzeit“ am 7. Oktober 2014 ist Jan Meiers Debut an der Neuen Oper Moskau.

Licht: Hans Fründt

Der Berliner Lichtdesigner Hans Fründt erwarb 2008 seinen Abschluss als Dipl. Ing. für Theater- und Veranstaltungstechnik. Seitdem ist er als freiberuflicher Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister tätig. Parallel dazu absolvierte er ein Masterstudium im Fach Veranstaltungstechnik und –management.

Hans Fründt arbeitete seit 2004 u.a. hinter der Bühne der Deutschen und der Komischen Oper Berlin, des Royal Opera House, Covent Garden in London, des Wiener Burgtheaters sowie der Volksbühne in Berlin. Zu seinen momentanen Auftraggebern gehören unter anderem Sasha Waltz & Guests, die Ruhrtriennale und das Haus der Berliner Festspiele. Hier betreut er Festivals wie „foreign affairs“ oder das Theatertreffen. 2012 arbeitete er im Rahmen eines Berlin-Gastspiels des Formenko-Studios für die Produktion von Tschechows „Drei Schwestern“. Hans Fründt entwickelt zudem zahlreiche Lichtkonzepte für freie Theatergruppen.

Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Lichtdesigner ist das zeitgenössische Tanztheater. Gemeinsam mit dem Tänzer und Choreografen Shang-Chi Sun zeigte Hans Fründt Produktionen in Berlin, Potsdam, Paris, Brügge, Lyon, Barcelona, Hong Kong, Peking, Singapur, Rio de Janeiro und Taipeh. Im Januar 2015 ist ein Amerika-Gastspiel geplant.

Hans Fründt arbeitete seit 2009 regelmäßig im Fernen Osten Russlands. Dort begann mit der Erstaufführung der „Zauberflöte“ in Primorye seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem russischen Regisseur Alexey Veyro. Hans Fründt ist Mitglied des Vorstands von VladOpera e.V. Mit der Inszenierung der „Hochzeit des Figaro“ zeigt Hans Fründt sein Debut an der Neuen Oper Moskau.

Licht: Hannes Sesemann

Hannes Sesemann wuchs in der deutschsprachigen Schweiz auf. Nach dem Abschluss der Rudolf-Steiner-Schule in Bern besuchte er in Luzern die „Gestaltungsschule Farbmühle“. Seit 1999 arbeitete er im Schweizer Raum mit Licht, 2005 folgte der Wechsel nach Berlin.

Hannes Sesemann wirkte bei einer Reihe ungewöhnlicher Theaterprojekte mit, darunter: An der spektakulären Aufführung von Mozarts „Zauberflöte“ in einem umgebauten U-Bahn Bahnhof (Berlin 2008), an einer Großproduktion von „Marquis de Sade“ im Industriedenkmal Kraftwerk Vockerode (2009) oder an der Inszenierung von Mozarts „Cosi fan tutte“ in einem ehemaligen Berliner Elektrizitätswerk (2009/2010).

Hannes Sesemann beleuchtet regelmäßig Großveranstaltungen in Berlin, er wirkte zudem als Beleuchter bei verschiedenen Filmaufnahmen mit. Von 2010-2012 qualifizierte er sich in einer zweijährigen Spezialausbildung mit dem Schwerpunkt Lichttechnik, die er mit dem Meistertitel abschloss.

Seit 2009 arbeitet er regelmäßig mit dem russischen Regisseur Alexey Veyro zusammen. Er ist Mitglied des Vorstands von VladOpera e.V. Mit der Premiere von „Figaros Hochzeit“ am 7. Oktober 2014 zeigt Hannes Sesemann sein Debut an der Neuen Oper Moskau.