Die Geschichte der Orgel

Die katholische Kirche in Jakutsk

Eine deutsche Orgel in Jakutsk

Die Orgel in Jakutsk ist ein Geschenk des Don Bosco Hauses der Salesianer in Berlin an ihre Ordensbrüder in Jakutsk. Das empfindliche Instrument wurde im Juli 2007 als Fracht auf dem Schienenweg über mehrere tausende Kilometer durch Russland bis nach Nerjungri (Südjakutien, ca. 800 km von der Hauptstadt Jakutsk entfernt) verschickt. Auf den zum Teil sehr unwegsamen jakutischen Straßen wurde die Orgel anschließend  im April 2008 im Container eines LKWs der Marke "Kamaz" weiter in Richtung des Zentrums der Republik transportiert. Begleitet wurde der Transport von Pfarrer Jozef Toth, der einen entscheidenden Anteil daran hat, dass es heute eine Orgel in Jakutsk gibt.

Die zollrechtliche Freigabe der Orgel, die für den Transport in ihre Einzelteile zerlegt werden musste, wurde erst im September 2010 erteilt. Bis dahin stand sie bei den extremen jakutischen Temperaturen im Container auf dem Pfarrhof in Jakutsk. Nach fast einem Jahr, im August 2011, konnte endlich der Aufbau des Instruments auf dem Kirchenchor erfolgen, wofür der Orgelmeister Jurij Zotov aus St. Petersburg eingeladen wurde. Er übernahm auch die Stimmung der Orgel.

Am 25. September 2011 konnte die Orgel im Rahmen eines Konzertes des Organisten Decebal aus Irkutsk erstmals gespielt werden. Seit Januar 2012 konnten in der römisch-katholischen Kirche in Jakutsk auf der deutschen Orgel bereits mehrere Konzerte von Gastorganisten gespielt werden. Die Resonanz auf diese Konzerte war bisher enorm, die Kirche war immer bis auf den letzten Platz belegt.