Figaros Hochzeit: Das Bühnenbild

Ulrike Jochum, Bühnenbildnerin:
In der Handlung der Oper gibt es zunächst einen vermeintlich idealen Zustand, eine heile Welt, eine Art Paradies – aber dieser Zustand ist bedroht.  Zunächst nur unmerklich bedroht, später immer stärker. Diesen Gedanken der bedrohten Harmonie wollen wir mit unserem Bühnenbild zeigen: Am Anfang steht eine ideale, eine unberührte Form: Eine schlichte, quadratische Platte, die im Nichts zu schweben scheint. Sie ist unmerklich geneigt, steht leicht schräg, wer will mag darin schon eine erste Unsicherheit, einen Ansatz der Bedrohung bemerken.  Ab dem Moment aber, in dem Figaro sich dieser Bedrohung bewusst wird - in dem Augenblick seines persönlichen „Aufwachens“ - wird diese ideale Form mehr und mehr gebrochen: Die Bühne verändert sich, die klare Form wird gestört, die Harmonie verschwindet nach und nach. Die Realität auf der Bühne wird unübersichtlicher und chaotisch.  

Erste Einrichtung des Bühnenbildes, 29.9.2014

Materialen von Ulrike Jochum aus der Entwicklung des Bühnenbildes für Figaros Hochzeit, Moskau 2014:

Materialien Figaro © Ulrike Jochum
Materialien Figaro © Ulrike Jochum
Materialien Figaro © Ulrike Jochum
Materialien Figaro © Ulrike Jochum
Materialien Figaro © Ulrike Jochum
Materialien Figaro © Ulrike Jochum

Arbeitsfotos vom Bühnenbildmodell